Auch dieses Jahr haben die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr Wulfertshausen die Brandwache bei dem Jaudusfeuer des Burschenverein Wulfertshausen - Haberskirch e.V. übernommen. Vier Mann überwachten das Feuer ab dem Zeitpunkt des Anzündens. Eine Besonderheit war, dass unsere Wehrmänner dieses Jahr nicht nur das Feuer überwachen mussten, sondern sie halfen auch, das Feuer anzuzünden, da sich das Holz wegen des schlechten Wetters vollgesaugt hatte.

 

Onlinebericht der Augsburger Allgemeine vom 01.04.2013:

 

(1) Bis Jaudusfeuer im Regen brennen, ist Geduld gefragt

Diesmal ist teilweise sogar die Feuerwehr beim Zündeln behilflich. So matschig wie diesmal war es selten zuvor

 

Von Andreas Schmidt

Friedberg Verständlich, dass andere bei diesem Matsch und Regen ihre Jaudusfeuer haben ausfallen lassen. Doch für die Stätzlinger Landjugend und den Burschenverein Wulfertshausen-Haberskirch ist es fast schon Ehrensache, ihre Holzhaufen abzufackeln. Einfach ist das diesmal allerdings nicht. Dringend empfohlen werden dafür Gummistiefel, wasserfeste Kleidung, Brandbeschleuniger und einmal sogar die Feuerwehr, die diesmal bewusst mitzündelt, statt zu löschen.

Mit unterschiedlicher Taktik gehen Landjugend und Burschenverein die Angelegenheit an. Die Wulfertshauser sind früher dran. Am frühen Ostersamstag-Nachmittag sitzt ein Quartett im Zelt und kartelt. Die Vorarbeit ist erledigt. Der ansehnlich mit Holz-Schwartlingen verkleidete Holzhaufen wird schon gekrönt von einer Strohpuppe im Blaumann. Wie schon seit Jahren hat Manuela Hubel die Figur vorbereitet. Sie weiß längst, wo sie bei einer befreundeten Familie jedes Jahr wieder einen ausgedienten Overall bekommt, der in Flammen aufgehen darf. Dass die Stätzlinger noch nicht fertig sind, bringt die Burschen in Wulfertshausen zum Schmunzeln – zumindest am Nachmittag.

Doch bei Stätzling hat die Katholische Landjugend eine gute Ausrede. Beim Herankarren des Brennmaterials vom Sportplatz wurden Straßen verschmutzt. Und die galt es erst einmal zu säubern. Dafür rollt jetzt Traktor um Traktor mit Anhänger heran. Und der Feldweg verwandelt sich immer mehr in eine Schlammpiste, der aber später ebenfalls wieder hergerichtet wird. Um den Acker zu schonen, wird am Feldweg abgekippt und das Holz mit einem Frontlader zu dem Holz- und Reisighaufen gefahren. Nur vom Hörensagen weiß LandjugendVorsitzender Alexander Riegel, dass früher im Jaudusfeuer fast alles abgefackelt wurde, was irgendwie brennbar war. "Doch das kann man sich längst nicht mehr erlauben", sagt der 22-Jährige.

In der Nacht stellt sich der Wulfertshauser Vorsprung vom Nachmittag als Nachteil heraus. Schon die Schwedenfeuer, die stimmungsvoll den Weg zum Jaudusfeuer im Wulfertshauser Moos weisen, wollen auf Anhieb nicht richtig brennen. So sehen die Besucher wenigstens nicht genau, durch wie viele Pfützen und welchen Matsch der Weg führt. Startschwierigkeiten hat dann auch das Jaudusfeuer. Immer wieder versucht Burschenvereins-Vorsitzender Michael Duna mit Helfern, das Feuer an verschiedenen Stellen zu entfachen. Doch richtig auflodern will es zunächst nicht. "Anlaufprobleme. Aber ich bin zuversichtlich", sagt Duna. Kurioserweise sorgen für den richtigen Zunder welche, die sonst für das Löschen zuständig sind. Mit dem Drucklüfter bläst die Feuerwehr hinein und danach züngeln die Flammen bis hoch zur Strohpuppe.

Durch einen Handy-Anruf haben sich die Wulfertshauser Startschwierigkeiten bis zum Acker bei Stätzling herumgesprochen. Dort wird erst später gefackelt. Auch bei Stätzling ist wegen des Regens mehr Geduld als sonst gefragt. Katie Hitzberger wundert sich, dass das Feuer zunächst noch nicht einmal die Wollsocken erreicht, die sie der Puppe neben anderen eigenen alten Klamotten angezogen hat. "Helft mal pusten", scherzt jemand im Dunkeln. Doch bald lodern die beiden Jaudusfeuer doch noch einträchtig in den Nachthimmel.

(1) Quelle: www.augsburger-allgemeine.de vom 01.04.2013

(Fotos findet ihr unter-->Hauptmenü-->Fotos-->Vereinsleben-->2013 Vereinsleben-->Jaudus 2013)

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