Der Anfang: Die freiwillige Feuerwehr Wulfertshausen wurde im Jahre1900 gegründet. Wulfertshausen war einer der letzten Orte im Altlandkreis Friedberg, der sich zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr entschlossen hat. Ganz ohne Schutz vor Bränden waren die Einwohner des Dorfes zuvor keineswegs. Seit 1879 bestand eine Pflichtfeuerwehr, welcher alle männlichen Einwohner im Arbeitsfähigen Alter zugeteilt waren. Somit hatte die Wehr zu Anfang 24 Mitglieder bei 170 Einwohnern gezählt. Der Ausrüstungsstand dieser Pflichtfeuerwehr war allerdings äußerst mangelhaft. Die Gerätschaften, welchen den Wehrleuten damals zur Verfügung standen, zählte im Jahre 1880 nur ein drei Meter langen Hanfschlauch, eine Handdruckspritze und drei Wasserbrunnen auf. Kleidung, Helme oder sonstige Ausrüstungsgegenstände waren nicht vorhanden, was damit zu tun hatte, dass Wulfertshausen zu dieser Zeit, nach Zillenberg, die ärmste Gemeinde im Landkreis war. Die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr wurde damals stets mit der Begründung hinausgeschoben, dass diese für die Gemeinde zu teuer käme und dass die Nachbarorte Stätzling und Haberskirch bereits Feuerwehren hätten, die im Notfall auch Wulfertshausen zur Verfügung stehen würden.

Am 3. Oktober 1900 war es dann endlich soweit. Die Freiwillige Feuerwehr Wulfertshausen wurde durch den damaligen Bürgermeister Matthias Lindermayr gegründet. Er übernahm sogleich auch das Amt des 1. Kommandanten, welches er bis 1918 ausübte. Die Gemeinde Wulfertshausen war damit eine der letzten Gemeinden im Landkreis Friedberg, die sich zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr entschlossen hatte. Zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen gab es damals einen Zuschuss von 200 Reichsmark vom Landkreis Friedberg.

Im Laufe der Zeit war die Gemeinde jedoch stets bemüht, den Ausrüstungsstand der Wehr zu verbessern. So wurden 35 m Schlauch und eine Saug- und Druckspritze im Jahre 1901 angeschafft. Für den Kauf der Spritze wurde ein Kredit in Höhe von 800 Reichsmark aufgenommen, den es für jährlichen Raten von 50 Reichsmark zurückzahlen galt. Zur Aufbesserung der Gemeindekasse wurde damals ein Bieraufschlag von 2 Pfennig je Liter eingeführt.

1912: Die Wehrmänner der Feuerwehr Wulfertshausen bekamen erstmals einheitliche Uniformen.

1921: Der erste große Einsatz fand in diesem Jahr statt. Hierbei handelte es sich um einen Scheunenbrand.

1925: In diesem Jahr fand das 25-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wulfertshausen statt. Zugleich verbuchte man insgesamt 14 Einsätze.

1929: Dem mittlerweile zu klein gewordene und in schlechtem Zustand befundene Feuerwehrhaus stand ein Umbau bevor. Dieser Umbau belastete die Gemeindekasse mit 800 Reichsmark.

1934: Eine fahrbare Schiebeleiter aus Holz mit zehn Meter Länge wurde für 620 Reichsmark erworben. Diese Leiter befindet sich noch heute im Besitz der Gemeinde und wurde bis 1981 auch noch alljährlich von den Vereinen zum Aufbinden des Christbaums verwendet. Nachdem die Leiter den Ansprüchen des TÜVs nicht mehr genügte, wurde ihre Benutzung von Bürgermeister Kling als obersten Feuerwehrdienstherrn untersagt und die Verwendung eines Hubsteigers angeordnet. Dies musste von den Wehrmännern akzeptiert werden. Jedoch stellten sie das Thema „Holzleiter gegen Hubsteiger" im Jahr 1982 in lustiger und ironischer Weise beim Friedberger Faschingsumzug dar.

1948: Drei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg erhielt die Wulfertshauser Feuerwehr eine gebrauchte Motorspritze. Außerdem verfügten sie damals bereits über eine Ge­samtschlauchlänge von 800 m.

1950: Am 9. Juli 1950 feierte man, zusammen mit dem Kreisfeuerwehrtag in Wulfertshausen, das 50-jährige Jubiläum.

1960: Im Jahre 1960 gab es eine neue TS/8 Motorspritze als Ersatz für die seit einiger Zeit defekte Pumpe von 1948.

1963: In diesem Jahr fand die erste Leistungsprüfung unserer Wehrleute statt, auf welche noch zahlreiche Prüfungen folgen sollten. Damals wie heute feierte man nach bestandener Prüfung im gemütlichen Beisammensein mit Speis und Trank.

1965: Dem Ausbau der Ortsdurchfahrt musste das alte Feuerwehrhaus weichen. Ein neues Haus wurde in unmittelbarer Nähe in gemeinsamer Arbeitsleistung der Einwohner Wulfertshausens errichtet und konnte am 27. November 1966 gesegnet werden. Im ersten Stock des Gebäudes befand sich bis zur Eingemeindung nach Friedberg im Jahre 1978 außerdem die Gemeindekanzlei.

1968: Im März wurde eine elektrische Sirene auf dem Dach des Feuerwehrhauses installiert, die 1976 an die Funkalarmierung angeschlossen wurde. Auf Grund der großen Ausdehnung des Ortes durch die neuen Baugebiete ist die Sirene jedoch nicht überall gut zu hören. Deshalb war eine zweite Sirene immer wieder ein Hauptpunkt in den Jahresversammlungen, welcher bis heute unerfüllt bleibt. Einige entfernt wohnende Feuerwehrkameraden konnten aber nach und nach mit alten Funkweckern der Friedberger Wehr ausgerüstet werden.

1970: Ein neues Löschfahrzeug, ein Ford Transit mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung und Steckleiter wurde 1970 für 17.259 DM angeschafft. Staat und Landkreis gaben hierzu einen Zuschuss von je 25 Prozent. Am 6. Dezember wurde das neu Erworbene Einsatzfahrzeug durch Pfarrer Moser gesegnet.

1975: Das 75-jährige Jubiläum feierte man vom 29. bis 31. August 1975 im größeren Rahmen. Das Festzelt befand sich in der Ortschaft an der Stelle des späteren Kindergartens. Dem Bieranstich am Freitag, den 29.08.1975 durch Schirmherrn und Bürgermeister Johann Metzger folgte ein Bunter Abend mit der Kapelle Hubel, dem Aichacher Humoristen Otto Josef Steuerl und der Meisterjodlerin Frieda Jäger. Der Samstag stand im Zeichen des Kreisfeuerwehrtages. Feuerwehrkamerad Martin Heißler, Kreisbrandmeister und Kommandant der Goetze Werkfeuerwehr, hatte eine Schauübung organisiert, welche von der Werkfeuerwehr Goetze und der Wehr aus Wulfertshausen gestaltet wurde. Das Thema lautete „Bekämpfung von Feuer in Stall, Werkstätte, Wohnung und Garage im Anfangsstadium". Um das ganze möglichst praxisnah demonstrieren zu können wurde aus Brettern eine Scheune mit Stroh, eine Garage mit Werkbank und eine Wohnküche aufgebaut. Demonstriert wurde, wie Brände durch den Funkenflug einer Flex, einem schmorenden Sicherungskasten, ein heißes Bügeleisen und überhitztes Fett entstehen können und sich im Anfangsstadium gut durch den beherzten Einsatz eines Handfeuerlöschers, sofern man einen zur Verfügung hat, bekämpfen lässt. Hat das Feuer jedoch genug Zeit zur Ausbreitung so hilft nur mehr die Feuerwehr mit ihren Löschgerätschaften. Eine Attraktion dieser Übung stellte ein neuer Schaumgenerator der Goetzewerke dar, mit welchem sich innerhalb kürzester Zeit ganze Fabrikhallen mit Schaum füllen lassen. Bei bestem Wetter feierte man am Sonntag das Jubiläum. Pfarrer Kuhn segnete während des Zeltgottesdienstes die neue Fahne. Nachmittags führte unsere Wehr, zusammen mit dem Patenverein aus Stätzling den gutbesuchten Zug aus vier Mu­sikkapellen und etwa 60 Vereinen an. Zum Festausklang platzte das gut besuchte Zelt aus allen Nähten.

1978: In den sechziger und siebziger Jahren stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde durch Zuzug in die Neubaugebiete schnell an. So lag die Einwohnerzahl bis zum 2. Weltkrieg bei konstanten 180 Einwohnern. Nach dem Krieg stieg sie durch die Aufnahme von Flüchtlingen auf ca. 280. Im Jahre 1960 zählte man 386 Einwohner, 1970 schon 771 und 1975 schließlich 1598 Einwohner. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen wurde im Jahre 1978 eine Wasserreserve mit 300 m3 Volumen am Dobelberg errichtet.

1979: Der stetig wachsenden Gemeinde wurde auch bei der Ausrüstung der Feuerwehr Rechnung getragen.

Am 11. April 1979 wurde das neue Fahrzeug vom Typ LF 8 bei den Bachertwerken in Friedrichshall abgeholt. Am 16. September, im Rahmen des Dorffestes, erfolgte die Segnung des Fahrzeugs durch Pfarrer Kuhn und die Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Kling. Das alte Fahrzeug, ein Ford Transit, ging an die Freiwillige Feuerwehr in Rohrbach. Hier war es noch Jahre in Betrieb. Heute aber kann man es nur noch als Oldtimer begutachten.

1980: Das 80-jährige Jubiläum feierte man in kleinem Rahmen. Am 20. Juli 1980. Alles begann mit einem Kirchenzug zur neu errichteten Kirche St. Radegundis. Nach der von Pfarrer Kuhn zelebrierten Messe legten zwei Gruppen die Leistungsprüfung ab. Anschließend feierte man noch in gemütlicher Runde in der Gaststätte Metzger.

1989: Der steigenden Einwohnerzahl Wulfertshausens war das Kanalnetz nicht mehr gewachsen. So musste die Wehr in den 1980ger Jahren nach starken Regenfällen immer wieder Keller auspumpen. Ein besonderer Tag war dabei der 27. Juli 1989. Insgesamt 36 Keller standen nach einem Gewitterschauer unter Wasser. Am selben Abend traten zwei Gruppen noch zur Leistungsprüfung an. Nach dem Ausbau des Kanalnetzes Anfang der 1990er Jahre wurde diese Art der Einsätze allerdings seltener.

1990: Nachdem das Feuerwehrhaus im Winter 1988 auf Grund einer defekten Gummidichtung unter Wasser gesetzt worden war, wurde das Feuerwehrheim im Jahre 1990 neu renoviert. 31 freiwillige Helfer leisteten etwa 2000 Arbeitsstunden und halfen somit, die Kosten auf 50 000 DM zu beschränken. Beinahe wären alle Mühen umsonst gewesen. An einem zur Heizung aufgestellten Gasstrahler entzündete sich der Schlauch.

Ein Passant bemerkte in der Nacht den Feuerschein der brennenden Gasflasche und löste Alarm aus. Die in der Nachbarschaft wohnenden Feuerwehrmänner konnten den Brand jedoch schnell löschen. Dass diese nicht einmal mehr Zeit hatten, sich vorschriftsmäßig auszurüsten, zeigte, wie knapp es bis zu einer größeren Katastrophe – dem Brand des Feuerwehrhauses – war. Durch das schnelle Eingreifen der Nachbarwehr konnten größere Schäden abgewandt werden. So begrenzte sich der Schaden auf eingeschlagene Fensterscheiben und einigen geschwärzten Brettern, der erst vor ein paar Tagen neu eingebauten Holzdecke. Am 7. Juli 1990 wurde das 90-jährige Jubiläum im kleinen Rahmen gefeiert. Domvikar Miller segnete das renovierte Feuerwehrhaus. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche feierte man noch lange in der Maschinenhalle von Manfred Losinger.

1994: Das Eternitdach wurde durch ein Ziegeldach ersetzt.

1996: In diesem Jahr erfolgte der Austausch des Tores am Feuerwehrgerätehaus.

1997: Der vom Holzwurm befallene Dachstuhlboden wurde entfernt.

1999: Die Gasheizung wurde durch eine Ölheizung ersetzt.

Zudem wurde dieses Jahr durch das Jahrhunderthochwasser in Bayern geprägt. Die Schneeschmelze, nach einem schneereichen Winter, zusammen mit starken Regenfällen sorgte dafür, dass zahlreiche Flüsse überfluteten und Keller unter Wasser gesetzt wurden. So fielen in Augsburg 93 Liter pro Quadratmeter an drei Tagen. Diese Menge wird erst bewusst wenn man dies in Relation zu den Regenfällen im Mai setzt. Denn hier wurden 85 Liter pro Quadratmeter im ganzen Monat vermerkt.

Der Pegel der Paar stieg rasant an. So stieg hier der Wasserstand von normalen 0,40 m auf 2,35 m. Das letzte vergleichbare Hochwasser wurde im Jahre 1954 vermerkt. Wulfertshausen selbst blieb von den Wassermengen großflächig verschont, jedoch mussten unsere Wehrmänner im ganzen Stadtgebiet Hilfe leisten. Bei alleine 600 vollgelaufenen Kellern in Mering und Kissing, 300 betroffene Häuser im Friedberger Stadtgebiet und zahlreichen überflutenden Straßen wurde jede Hilfe benötigt.

Ein weiteres Merkmal des Jahres 1999 war das bevorstehende 100jährige Gründungsfest, welches im Jahr 2000 stattfinden sollte. Aufgrund von hohen finanziellen Ausgaben bezüglich des Festes, war es notwendig, dass die Feuerwehr Wulfertshausen ein eingetragener Verein wurde. Hierzu wurden die Mitglieder am 7. November des Jahres zur Gründungsversammlung in die Gaststätte Metzger gerufen. Walter Föllmer wurde zum Versammlungsleiter vorgeschlagen. Er und der damalige Kommandant, Jakob Spengler, erläuterten den Satzungsentwurf, dem durch Handzeichen zugestimmt wurde.

Drei Gruppen legten in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung mit Erfolg ab.

2000: Das wichtigste Ereignis des Jahres 2000 war das 100jährige Jubiläum der Wulfertshauser Feuerwehr, welches in großem Rahmen am Wochenende vom 30. Juni bis 2. Juli gefeiert wurde. Die Vorbereitungen des Festes erforderte viel Zeit und Arbeit. Auch hatte niemand Erfahrung in der Organisation eines solchen Festes, da eine vergleichsweise Feier aus dem 75jährigen Jubiläum schon 25 Jahre zurück lag. Deshalb gründete man einen großen Festausschuss, welcher aus 22 Personen bestand. In diesem Ausschuss teilte man sich die notwendigen Arbeiten für das Jubiläum auf. Die Koordination übernahm Jakob Spengler. Als Austragungsort wurde der Platz an der Kreisstraße Richtung Haberskirch gewählt. Traditionell übernahm die befreundete Nachbarwehr aus Stätzling die Rolle des Patenvereins.

Am Freitag, den 30. Juni, um 18 Uhr war es schließlich soweit. Angeführt von der Kapelle Hubel setzte sich am Pfarrzentrum ein Zug mit den Festbedienungen, der Jubelwehr und dem Patenverein mit Fahnenabordnungen und Festdamen in Richtung Festplatz in Bewegung. Zuvor waren von Anton Tremmel noch 100 weiße Tauben als Glücksbringer in den strahlend blauen Himmel entlassen worden.

Am Zelt angekommen begrüßte unser Stadtrat Manfred Losinger in Vertretung des wegen einer Abitur-Feier verhinderten Schirmherrn Bürgermeister Albert Kling die wartenden Gäste und zapfte zur Festeröffnung das erste Faß Hasen-Festbier gekonnt an. Der weitere Abend war der Jugend gewidmet.

Das Programm für den Samstagabend lockte dagegen ein eher reiferes Publikum ins Zelt. Das Grenzland-Sextett aus Kössen in Tirol unterhielt die etwa 1500 Gäste mit einer Mischung aus Schlager und volkstümlicher Musik.

Der Sonntagmorgen begann zunächst mit Regen. Doch zum Glück war es nur der Ausläufer eines nächtlichen Gewitters. Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Zelt als um 10 Uhr der Patenverein Stätzling und unserer Wehr zusammen mit Pfarrer Miller und den Ministranten zum Gottesdienst einzog. Die verstorbenen Feuerwehrkameraden wurden durch eine Kranzniederlegung geehrt die von 3 Schüssen aus der Böllerkanone des Schützenvereins begleitet wurde. Pünktlich um 14 Uhr marschierte der erste Zug unter Leitung des damaligen Kommandanten, Jakob Spengler, los. Dem Oldtimer mit Ehrengästen folgten die Jubelwehr und dann der Patenverein aus Stätzling. Weitere vier Züge mit insgesamt 60 Gruppen folgten. Der Zug führte über die Geißbergstraße, die Radegundisstraße und die Dorffeldstraße wieder zurück zum Festplatz. Tausende von Zuschauer säumten den Weg und applaudierten den vorbeiziehenden Gruppen. Mit der Verleihung der Erinnerungsgeschenke, einer Fließe mit Holzrand mit den Abbildern der zwei Wulfertshauser Kirchen Maria Schnee und St. Radegundis, und der Übertragung des Fußball-Europameisterschaftsendspiels auf Videogroßleinwand klang der Festsonntag gemütlich aus.

War der Sonntag der Tag der Männer in der Feuerwehr, so war der Montagabend den Frauen gewidmet. Diese Idee fand offenbar großen Anklang, denn das Zelt war trotz schlechten Wetters gut mit überwiegend weiblichem Publikum gefüllt. Für diesen Abend war im Zelt ein 30 m langer Laufsteg für eine Modenschau aufgebaut worden. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der RT1-Band, ehemals Team 70. Als Kaiserin Sissi machte die Friedbergerin Sandra Lehmann Werbung für das Wittelsbacher Land

Mit dem Ende der eigentlichen Feier war die Arbeit noch nicht vorbei. Was die Woche vorher mühevoll aufgebaut wurde, musste auch wieder abgebaut werden. Eine Reihe von Helfern war damit noch den ganzen Dienstag und Mittwoch beschäftigt. Erloschen ist auch ein besonderer Hinweis auf das Fest. Peter Elbl hatte während des Festwochenendes die Worte ‚100 Jahre Feuerwehr‘ zusammen mit dem Logo der Wehr auf den Turm der Pfarrkirche St. Radegundis projiziert.

Alle am Gelingen unseres Jubiläums beteiligten Personen waren am Freitag, den 29. September, zum Helferabend in das Pfarrzentrum eingeladen. Etwa 100 Personen kamen der Einladung nach.

Die 99. Generalversammlung fand erst in diesem Jahr statt, da man im Jahre 1999, ein Jahr vor dem Fest, keine Neuwahlen ansetzen wollte. So wurden am 30. Juli in geheimen Wahlen als erster Kommandant Karl Metzger und als zweiter Andreas Michl gewählt. Die Wahl der Vorstandschaft folgte durch Akklamation. Der bisherige erste Vorstand Hans Metzger stellte sich nach 35 Jahre nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen ersten Vorstand wurde Jakob Spengler gewählt. Zum zweiten Vorstand wurde der neugewählte Kommandant Karl Metzger gewählt. Kassier Josef Metzger legte sein Amt nach 35 Jahren ebenfalls nieder. Der neue Kassier sollte Anton Schwegler heißen. Wiedergewählt wurden Schriftführer Josef Bestele und die Kassenrevisoren Rudi Windpassinger und Stefan Späth. Neu als Vertrauensleute gewählt wurden Peter Elbl, Felix Mönkemeier und Stefan Gail.

2001: Am 09. März 2001 machte sich die Stätzlinger Wehr zu Fuß auf den Weg nach Wulfertshausen zum Patenbitten, da sie die Wulfertshauser Wehr zu ihrem 125-jährigen Jubiläum als Patenverein auswählten.

Zudem nahm unsere Wehr an zwei weiteren Jubiläumsfesten Teil. Am 13. Mai 2001 besuchten 20 Mann und die Festdamen das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Derching und am 17. Mai 2001 das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr Rohrbach.

Desweiteren fand in diesem Jahr wieder ein Feuerwehrausflug in den Bayerischen Landtag nach München statt.

Auch die Jugend kam nicht zu kurz, da diese von 15. Bis 19. August 2001 ein Feuerwehrjugendzeltlager in Kammern – Österreich teilgenommen hat.

2003: Die Anzahl der Mitglieder der Wehr wuchs stetig. So konnten im Jahr 2003 112 Mitglieder vermerkt werden. Darunter 37 aktive, 10 jugendliche, 44 passive und 21 fördernde Mitglieder.

Besucht wurden in diesem Jahr 2 Jubiläen: Am 18. Mai zum einen das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Hügelshart und am 7. Juli das ebenfalls 125-jährige Jubiläum der Wehr aus Adelzhausen.

2004: Durch die wachsende Mitgliederanzahl und 16 befähigten Atemschutzgeräteträgern wurden 2004 drei Schutzanzüge „Bayern 2000“ und 4 Atemschutzgeräte und Atemschutzmasken angeschafft.

Desweiteren wurde wieder an 4 Festen teilgenommen: Dem 125-jährigen Gründungsfest der Wehr aus Wessiszell am 15. Mai, dem 125-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Burgadelzhausen am 23. Mai, dem 125-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Rinnenthalam am 6. Juni und der 140-Jahr-Feier der Friedberger Wehr mit Fahnenweihe und Segnung eines neuen Rüstwagens am 9. Oktober.

Am 1. Oktober legten zwei Gruppen der Wehr ihre Leistungsprüfung mit Erfolg ab.

2005: Im Jahr 2005 fand neben dem 125-jährigen Gründungsfest der Wehr aus Laimering am 22. Mai und am 19. Juni das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr aus Anwalting die Fahnenweihe der Derchinger Feuerwehr statt. Zudem nahm unsere Wehr an der 125-Jahr-Feier des Veteranenvereins Stätzling-Wulfertshausen in Stätzling teil.

Der diesjährige Jugendausflug, organisiert von Stefan Gail, brachte unsere Jugend und zahlreiche aktive Mitglieder am 09. August 2005 zum Jagdbombergeschwader in Schwabstadl.

2006: 2006 fanden die turnusmäßigen Neuwahlen der Wehr statt. Hier blieb alles wie gehabt, da sich die komplette Vorstandschaft für die Wahlen wieder zur Verfügung stellte. Diese wurde wieder einstimmig gewählt. Der erste und zweite Kommandant wurden geheim, der Rest der Vorstandschaft durch Akklamation gewählt.

Zudem hatte sich die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. So konnten im Jahr 2006 19 Einsätze verbucht werden.

Am 14. Juni legten 3 Gruppen unserer Wehr ihr Leistungszeichen mit Erfolg ab.

In diesem Jahr wurde am 21. Mai das 130-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Rieden-Tattenhausen und am 16. Juli das 125-jährigen Fest der Wehr aus Gebenhofen besucht.

2007: 2007 schaffte man sich mit eigenen Mitteln 4 Schutzanzüge, 1 Helm und 1 Warnschutzparka an. Zudem wurde ein Schaukasten vor dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Auch angesprochen wurde dieses, wie in den Vorjahren, die unbefriedigende Alarmierungssituation, da man die Sirene bei schlechter Witterung oder Schneefall an manchen Stellen im Dorf kaum hört. Zugleich wurde das Problem des nunmehr 28 Jahre alten Feuerwehrautos angesprochen, da dieses dem Aufgabenspektrum nur schwer Dienst leisten konnte. Der damalige Bürgermeister, Peter Bergmair, lobte die Einsatzkraft sowohl bei Einstätzen als auch im gesellschaftlichen Leben der Wehr. Als Lösung der oft nicht gehörten Sirene entgegnete er mit einer baldig kommenden Handyalarmierung. Auch ein neues Fahrzeug in naher Zukunft stellte er in Aussicht.

Am 17. November stand ein, von Peter Elbl organisierter, Feuerwehrausflug zum Franz-Josef-Strauß Flughafen an, an welchem 40 Personen teilgenommen haben.

Am 10. Juni des Jahres wurde das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Pichl-Binnenbach besucht.

2008: 2008 wurde am 1. Juni das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Aulzhausen besucht.

Am 18. Juli legten zwei Gruppen unserer Wehr das Leistungsabzeichen mit Erfolg ab.

2009: Es wurde bekannt gegeben, dass die Atemschutzstrecke in Aichach geschlossen wurde. Die Pressluftatmer müssen ab sofort ihre Streckenbegehung bei der Berufsfeuerwehr Augsburg wahrnehmen.

In diesem Jahr wurden 12 Paar Lederstiefel und eine Helmbeleuchtung mit Halterung aus eigenen Mitteln erworben. Von der Stadt Friedberg wurden 7 Paar Handschuhe gestellt.

Eine weitere Bekanntmachung war die neue integrierte Leitstelle, welche für die Alarmierung der Wehr zuständig und unter der Nummer 112 zu erreichen ist.

Am 14. Februar fand der traditionelle Faschingsball erstmals unter Kooperation des Schützenvereins und der Feuerwehr statt, da sowohl die Feuerwehr als auch der Schützenverein über mangelnde Besucherzahlen ihrer Bälle klagten.

Am 25. Juni 2009 wurde das neue Fahrzeug eingeweiht, dass LF 10/6. Diese Bezeichnung steht für ein Löschgruppenfahrzeug mit einer Förderkapazität der Pumpe von mindestens 1000 Liter in der Minute und ein Wassertankvolumen von 600 Liter. Tatsächlich aber liegt die Fördermenge der Pumpe bei ca. 3000 Liter in der Minute und der Tank hat ein Fassungsvermögen von 1000 Liter. An einem Samstag, dem Vorabend des Dorffestes, waren alle Mitglieder der Wehr, sowie alle Einwohner des Dorfes und der Stadtrat in den Innenhof des Pfarrzentrums geladen.

Nach einem kurzen Wortgottesdienst wurde das neue, von den Damen der Wehr festlich geschmückte Einsatzfahrzeug, von Pfarrer Miller und Diakon Wolfgang Gallo gesegnet. Das neue Kennzeichen des Fahrzeuges lautet nun AIC – WU 106, wobei „WU“ für Wulfertshausen und „106“ für die 1000 Liter Fördermenge und dem 600 Liter Tank stehen.

Die gesamte Feier sowie das gemütliche Beisammensein wurde von der Kapelle Hubel musikalisch begleitet.

Das ausgemusterte LF 8 wurde zunächst von Andreas Hofgärtner gekauft. Dieser verkaufte es später an Markus Schwegler weiter. In dessen Besitz ist es bis heute und ist in einwandfreien Zustand als Oldtimer angemeldet.

2010: Mit eigenen Mitteln wurden Sicherheitsstiefel und eine Atemschutzüberwachungstafel angeschafft. Zusammen mit dem Burschen– und Schützenverein des Dorfes kümmerte sich die Feuerwehr um das Aufstellen des Maibaums. In diesem Jahr bekam das Feuerwehrhaus eine neue Wärmedämmung, Eingangsüberdachung, Beleuchtung und einen neuen Anstrich. Kommandant Karl Metzger bedankte sich bei allen Helfern für den Arbeitsaufwand.

2011: In diesem Jahr zählte die Wehr 101 Mitlieder, darunter 41 aktive, 5 Feuerwehranwärter, 33 passive und 22 fördernde. 19 Einsätze wurden in diesem Jahr verbucht. Durch das stetige Wachstum und immer größer werdende Einsatzspektrum der Wehr, wurden vier Schutzanzüge „Bayern 2000“ und sechs Atemschutzüberjacken sowie eine Schmutzwasserpumpe erworben.

2012: In diesem Jahr standen die alle 6 Jahre kommenden obligatorischen Neuwahlen an, welche zunächst am 25. März des Jahres auf der Generalversammlung durchgeführt wurden. Hierbei fand ein Generationenwechsel statt, welcher auch von dem Feuerwehrpfleger Richard Scharold gelobt wurde. Als erster und zweiter Kommandant wurde in geheimen Wahlen Andreas Hubel und Felix Mönkemeier gewählt. Per Akklamation wurde als erster Vorstand Karl Metzger gewählt. Das Amt des Kassiers wird zukünftig von Markus Schwegler ausgeführt. Josef Bestele wurde für das Amt des Schriftführers wiederholt gewählt. Kassenrevisore wurden Matthias Hubel und Helmut Seidel. Als Vertrauensleute wurden Stefan Gail, Peter Elbl und Andreas Michl gewählt.

Es stellte sich jedoch heraus, dass das Registergericht Augsburg die Wahlen per Akklamation nicht anerkannte, weshalb die komplette Wahl am 14.Oktober des Jahres wiederholt werden musste. Hierbei gab außer bei den Vertrauensleuten keine Änderungen. Als Vertrauensleute wurden Rudolf Windpassinger, Jakob Spengler und Anton Schwegler gewählt, da Peter Elbl, Andreas Michl und Stefan Gail aus der akitven Mannschaft stammten, was zu diesem Zeitpunkt laut Satzung nicht möglich war.

Am 28. September 2012 legten zwei Gruppen unserer Wehr das Leistungsabzeichen mit Erfolg ab.

Am 3. Juni feierte die Wehr aus Rederzhausen ihr 140-jähriges und die Feuerwehr Rohrbach am 15. Juli ihr 111-jähriges Gründungsfest. Zudem beteiligte man sich an dem 80-jährigen Gründungsfest des örtlichen Burschenvereins.

Am 30. November nahm man noch an der Fahrzeugweihe der Nachbarwehr aus Haberskirch teil.

 

 

 

Die Aktivitäten einer Freiwilligen Feuerwehr beschränken sich jedoch nicht nur aufs Üben und die Hilfe bei Einsätzen. Die Feuerwehr wird auch gebraucht wenn es gilt die Straßen abzusperren, z.B. an Fronleichnam und beim Martinsumzug. Mit ihrer Fahne rückt die Mannschaft bei Festen, Hochzeiten und bei Todesfällen ihrer Mitglieder aus. Zu den weiteren gesellschaftlichen Aktivitäten im Laufe eines Jahres zählt auch das gemeinschaftliche Sammeln des Altpapieres mit der kath. Pfarrgemeinde und der Feuerwehrball, welcher bis heute gemeinschaftlich mit den Schützen ausgeführt wird.